Management

 

Hubert Biedermann, Stefan Vorbach, Wolfgang Posch (Hrsg.):
Industrial Life Cycle Management. Innovation durch Lebenszyklusdenken

Sustainability Management for Industries 8
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 178 S.,
ISBN 978-3-95710-245-4 (print), € 24.80
ISBN 978-3-95710-345-1 (e-book pdf), € 22.99

Nachhaltiges Wirtschaften und Verhalten, das sich an ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen orientiert, wird in der heutigen Zeit ein immer wichtigeres Thema. Dieses erfordert von Unternehmen, sich mehr an dem gesamten Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen zu orientieren als nur an einzelnen Phasen im Leben eines Produktes. Lebenszyklusdenken ermöglicht die Berücksichtigung unterschiedlicher Auswirkungen, die mit der Herstellung oder dem Verbrauch des Produkts verbunden sind, indem alle Phasen des Produktlebenszyklus berücksichtigt werden. Sie gewährleistet, dass Verbesserungen in einer Phase nicht zu einer größeren kumulativen Wirkung führen, da die Belastung einfach in eine andere Phase des Lebenszyklus verlagert wird. Daher können Unternehmen auch den Einfluss ihrer Entscheidungen in Bezug auf Nachhaltigkeit erkennen und Entscheidungen treffen, sodass Kompromisse positiv ausgeglichen werden können, um die Wirtschaft, die Umwelt und die Gesellschaft zu beeinflussen.

Beim nunmehr 8. Kongress der Reihe „Sustainability Management for Industries“ mit dem Thema „Industrial Life Cycle Management“ an der Montanuniversität Leoben geben Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter Einblicke in folgende Themengebiete:

·       Neue und Nachhaltige Geschäftsmodelle

·       Modelle zur Entscheidungsunterstützung

·       Life Cycle Thinking

·       Life Cycle Assessment

·       Methoden zur Steigerung der Ressourceneffizienz

·       Circular Economy und Industrie 4.0

·       Nachhaltige Produktion und Innovationen

Schlüsselwörter: Industrial Life Cycle Management, Ressourceneffizienz, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltige Geschäftsmodelle, Additive Fertigung, Lebenszyklusdenken als Entscheidungsfindung, Ökobilanzierung, Kreislaufwirtschaft, Industrie 4.0.

 

Walter Tenfelde (ed.):
Entrepreneurship, Small Business and Education in Developing Economies.
Contextual Elements and Practical Examples

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 139 S.,
ISBN 978-3-95710-236-2 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-336-9 (e-book pdf), € 19.99

Entrepreneurship plays an important role in developing a new theory of economics and creating new economic activities. It refers to ambitions of innovation, investment in new products, services, technologies and an active expansion in new markets. The authors of this edited volume picture their entrepreneurial ambitions by describing contextual elements of entrepreneurship and small enterprises as productive agents of entrepreneurial economy. They illustrate, how entrepreneurship can turn from general principles to positive development cooperation in developing countries and transition economies.

Practical examples are: Educational work with African girls in Tanzania by topics of gender equality, intimate hygiene and building up self-confidence by doing sports; ideas of supporting community based tourism in Oman by entrepreneurial enterprises that offer excursions for high-end-tourists into the country's beautiful nature and world cultural heritage, manufacturing a bamboo solar bike in Vietnam and first steps of founding small companies; an incubator project for transferring university knowledge directly to business process re-engineering in Cuba.

The edited volume offers an introduction to requirements, forms of transaction and the practice of entrepreneurial creation of an innovative draft of social and economic development cooperation in developing countries and transition economies.

Key words: social entrepreneurship, value oriented innovation, transformational economy, institutional economy, Akosha, city traffic, sustainable manufacturing, community based tourism, business incubator, academic services to business sector, effectuation principals of learning

 

Organisation

 

Christine Gröneweg:
Corporate Social Responsibility in Limelight-Industrien.
Eine integrative Betrachtung

Empirische Personal- und Organisationsforschung, hrsg. von
Dorothea Alewell, Rüdiger Kabst, Albert Martin, Wenzel Matiaske, Werner Nienhüser, Florian Schramm, Wolfgang Weber, Band 60,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 361 S.,
ISBN 978-3-95710-232-4 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-332-1 (e-book pdf), € 29.99

Corporate Social Responsibility (CSR) ist kein neues Forschungsfeld, wird allerdings in den letzten Jahrzehnten – theoretisch und praktisch – zunehmend diskutiert. Grundsätzlich geht es darum, dass sich Unternehmen über Rechtsvorschriften hinaus hinsichtlich der Vereinbarkeit ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit mit gesellschaftlichen Normen und ökologischen Zielen verantwortlich zeigen wollen und sollen.

Es gibt Unternehmen und Branchen, die über hohe Legitimität verfügen. In der „Sünderkartei“ der Öffentlichkeit befinden sich hingegen vor allem die Tabak-, Waffen- und Alkoholbranche. Als sogenannte „Limelight-Industrien“ stehen sie besonders im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Mit Blick auf CSR werden diese Branchen in der wissenschaftlichen Literatur lediglich vereinzelt untersucht. Am Beispiel der Alkoholbranche möchte die vorliegende Arbeit zur Schließung dieser Forschungslücke beitragen. Theoretisch erfolgt dies unter der Zuhilfenahme einer integrativen Perspektive aus dem Resource-Dependence-Ansatz und dem Neoinstitutionalismus mit Bezügen zum Stakeholder-Ansatz. Die empirische Untersuchung der Einführung des Alkopopgesetzes in den Ländern Schweiz und Deutschland dient dazu, das Verhalten der Spirituosenindustrie zu beleuchten. Die Ergebnisse einer qualitativen Inhaltsanalyse und einer qualitativen Netzwerkanalyse verdeutlichen, wie legitimitätssichernde Strategien seitens der Unternehmen angewendet werden. Im Besonderen findet hierbei Lobbyismus Berücksichtigung.

Schlüsselwörter: Corporate Social Responsibility, Limelight-Industrien, Resource-Dependence-Ansatz, Organisationsforschung, Unternehmensstrategien

 

Andrea-Kristin Schubert:
Gesundheit als organisationaler Lernprozess. Eine lern- und organisationstheoretische Analyse von Betrieblicher Gesundheitsförderung

Schriftenreihe zur interdisziplinären Arbeitswissenschaft,
hrsg. von Axel Haunschild, Günther Vedder, Band 11,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 337 S.,
ISBN 978-3-95710-238-6 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-338-3 (e-book pdf), € 29.99

In der aktuellen Diskussion wird dem Lernen in und von Organisationen eine zentrale Rolle für die Betriebliche Gesundheitsförderung zugemessen. So ist eine gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitsbedingungen kaum noch durch externe Beratungslösungen und Fachwissen zu bewältigen, sondern setzt kollektive organisationale Lern- und Reflexionsprozesse voraus. Gesundheit ist aus dieser Sichtweise als Resultat eines organisationalen Lernprozesses zu begreifen. Es stellt sich die Frage, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen Organisationen „Gesundheit“ lernen können. Der vorliegende Band geht dieser Frage nach. Die Autorin wirft einen neuen, erweiterten Blick auf die Betriebliche Gesundheitsförderung und auf das Verhältnis zwischen Gesundheit, Lernen und Organisationsentwicklung. Jenseits normativer Vorstellungen und präskriptiver Umsetzungskonzepte werden Impulse für eine Weiterentwicklung, Neuausrichtung und Professionalisierung des betrieblichen Gesundheitshandelns präsentiert. Dieser Band richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich für eine lern- und organisationstheoretisch fundierte Perspektive auf die Betriebliche Gesundheitsförderung interessieren.

Schlüsselwörter: Betriebliche Gesundheitsförderung, Organisationsentwicklung, Strukturationstheorie, Organisationales Lernen, Theorie expansiven Lernens, Arbeit und Gesundheit, Berufsfeuerwehr

 

 

Führung, Motivation, Arbeitsorganisation

 

Siegfried Rosner, Andreas Winheller:
Gelingende Kommunikation – revisited. Ein Leitfaden für partnerorientierte Gesprächsführung, professionelle Verhandlungsführung und lösungsfokussierte Konfliktbearbeitung

Systemische Organisationsberatung und Aktionsforschung, hrsg. von Siegfried Rosner, Band 3,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München, 5. Aufl. 2019, 408 S.,
ISBN 978-3-95710-233-1 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-333-8 (e-book pdf), € 29.99

Voraussetzung für Ihren Erfolg in Gesprächen, Verhandlungen und Konflikten ist das Gelingen von Kommunikation. Diese in wesentlichen Abschnitten überarbeitete und ergänzte Neuauflage versteht sich nach wie vor als praktische Handreichung mit wissenschaftlicher Fundierung und enthält weiterführende Übungsaufgaben und Arbeitshilfen, die den Praxistransfer unterstützen.

Das Buch bietet im ersten Abschnitt neben der Einführung in die Grundlagen der ziel- und partnerorientierten Gesprächsführung auch Leitfäden für verschiedene Gesprächssituationen in der Leitungsfunktion und enthält Empfehlungen für die Moderation von Teamsitzungen und von Konfliktgesprächen.

Im zweiten Abschnitt geht es um Strategien, Taktiken und Techniken einer professionellen und performanceorientierten Verhandlungsführung, die auch im Rahmen des Verhandlungsansatzes der Konfliktmediation genutzt werden können. Schritt für Schritt geht es zum wertschöpfenden Deal. Es wird gezeigt, wie Verhandlungen sachgerecht strukturiert und typische Fehler vermieden werden können. Fragen zur Verhandlungsvor- und Verhandlungsnachbereitung werden ebenso erörtert wie die besonderen Aspekte des Verteilungsverhandelns.

Die lösungsfokussierte Konfliktbearbeitung mit Hilfe externer Dritter steht im Mittelpunkt des dritten Abschnitts. Dabei werden die Verknüpfungen zwischen der transformativen Konfliktmediation und den systemischen Strukturaufstellungsverfahren herausgearbeitet und die Transformation einer Konfliktkonstellation auch auf systemische und systemtheoretische Veränderungsmodelle bezogen.

 

Franziska Georg:
Die Generation Y und ihre Work-Life-Balance

Praxisorientierte Personal- und Organisationsforschung,
hrsg. von Reiner Bröckermann, Band 23,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 138 S.,
ISBN 978-3-95710-229-4 (print), € 19.80
ISBN 978-3-95710-329-1 (e-book pdf), € 17.99

Leben, um zu arbeiten – das war einmal. Viele junge Arbeitnehmer von heute sehen es nicht ein, ihre Familie, Freunde und Freizeit zugunsten von Überstunden, Stress und Karriere zu vernachlässigen. Vielmehr rückt ein angemessenes Verhältnis zwischen beruflichem und privatem Lebensbereich, die Work-Life-Balance, für die sogenannte Generation Y in den Vordergrund. Zumindest ist diese Ansicht in Öffentlichkeit und Medien weit verbreitet.

Doch spiegelt das öffentliche Bild dieser Generation die Realität wider? Wie relevant ist das Thema Work-Life-Balance tatsächlich im Alltag der Generation Y? Wissen die jungen Berufstätigen über die Work-Life-Balance-Angebote ihrer Arbeitgeber Bescheid? Und nutzen sie diese auch?

Auf diese und weitere Fragen sollen mit diesem Buch Antworten gefunden werden.

Schlüsselwörter: Generation Y, Millennials, Work-Life-Balance, War for Talent, demographischer Wandel

 

Personalmanagement, Weiterbildung

 

Christian Scholz, Lisa-Dorothee Grotefend (Hrsg.):
Generation Z im Vier-Länder-Vergleich. Ein empirischer Vergleich von Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Schweiz

Strategie- und Informationsmanagement, hrsg. von Christian Scholz, Band 36,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 358 S.,
ISBN 978-3-95710-224-4 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-324-6 (e-book pdf), € 29.99

Mit der Generation Z – geboren ab Anfang der 1990er Jahre – tritt zurzeit eine neue Generation in die Arbeitswelt ein, wird von ihr geprägt, aber prägt sie auch selbst. Diese Publikation befasst sich mit dem Phänomen „Generation Z“ – und zwar als Befragung von 3.610 Jugendlichen der Generation Z in Deutschland, den Niederlanden, Österreich sowie der Schweiz. Diese Publikation basiert auf den Masterarbeiten von Sabrina Eilers, Martin Elizen, Kathrin Meier und Claudia Karaca, geschrieben am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Beantwortet werden unter anderem folgende Fragen:

·  Was erwartet die Generation Z vom Arbeitsleben?

·  Warum entscheidet sie sich für oder gegen einen Arbeitgeber?

·  In welcher Büroarchitektur will sie arbeiten?

·  Träumt sie wirklich vom Großraumbüro und vom Desksharing?

·  Welche Lebensträume hat sie?

·  Wie stellt sie sich Work-Life-Balance vor?

·  Wie sollten Arbeitszeitmodelle aussehen?

·  Wovor hat sie Angst?

·  Wie steht sie zu Politik und zu Tagespolitik?

Hinzu kommt noch eine weitere und ganz wichtige Frage: Ist „Generation Z“ ein nationales beziehungsweise regionales Phänomen oder ist sie weltweit identisch? Ganz konkret: Was kommt dabei heraus, wenn man vier benachbarte Länder aus Mitteleuropa miteinander vergleicht?

Schlüsselwörter: Jugendforschung, Generation Z, Personalmanagement, Deutschland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Generationstheorie, Empirie, Social Media

 

Christian Scholz, Volker Stein (Hrsg.):
Fachkräftemangel im Mittelstand: Wie wär’s mal mit guter Personalarbeit?

Strategie- und Informationsmanagement, hrsg. von Christian Scholz, Band 37,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 135 S.,
ISBN 978-3-95710-235-5 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-335-2 (e-book pdf), € 19.99

 „Wir wollen die Personalarbeit im Mittelstand besser machen – und sie dort, wo sie gut ist, auch sichtbar machen.“ – Dies ist der Anspruch des wissenschaftlichen Wettbewerbs „BestPersAward“, dem sich kleine und mittelgroße Unternehmen seit 2003 im Zweijahresturnus stellen.

Im BestPersAward geht es nicht allein um die konzeptionelle Professionalisierung des interessanten personalwirtschaftlichen Handlungsfelds: Viel wichtiger noch ist die tatsächliche Umsetzung im täglichen Alltag. Denn – Überraschung! – die Qualität der Personalarbeit macht tatsächlich einen Unterschied: bei Akquisition, Motivation und Retention, also auch bei Arbeitgebermarke, Rekrutierung und Onboarding.

„Fachkräftemangel im Mittelstand: Wie wär’s mal mit guter Personalarbeit?“ nimmt diesen Impuls auf. Das Motto der BestPersAward-Runde 2018/19 weist auf die Relevanz qualitativ guter Personalarbeit für mittelständische Unternehmen hin. Denn kleine und mittelgroße Unternehmen haben auf dem Arbeitsmarkt keinen Mittelstandsbonus: Sie müssen mit Unternehmen jeglicher Größe und Art um die guten Mitarbeiter konkurrieren. Und eigentlich haben sie sogar wirklich gute Karten: Sie müssen aber das Blatt aufnehmen und ihre Karten gut ausspielen.

Die Herausgeber führen in diesem Band aktuelle Botschaften und Botschafter des BestPersAwards zusammen. Sie sprechen damit Personalerinnen und Personaler aus mittelständischen Unternehmen an, zugleich aber auch alle Personen, die sich als Lobbyisten einer substanziellen Stärkung des deutschen Mittelstands als attraktiver Arbeitgeber begreifen.

Schlüsselwörter: Personalmanagement, Mittelstand, Professionalisierung der Personalarbeit, Personalstrategie, Fachkräftemangel, BestPersAward

 

Jacqueline Heider-Lang, Alexandra Merkert (Hrsg.):
Digitale Transformation in der Bildungslandschaft – den analogen Stecker ziehen?

Managementkonzepte, hrsg. von Klaus Götz, Band 39
Rainer Hampp Verlag, München u. Mering, 2019, 325 S.,
ISBN 978-3-95710-240-9 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-340-6 (e-book pdf), € 27.99

Um das Potenzial des technischen Wandels auszuschöpfen, ist nicht nur die IT-Ausstattung entscheidend. Letztlich sind es auch die didaktischen Konzepte und Kompetenzen derer, die sie zu implementieren versuchen. Erst diese ermöglichen es, mit den rasanten technischen Entwicklungen Schritt zu halten und deren Mehrwert kritisch zu reflektieren. Ziel des Buches ist es, Möglichkeiten digitaler Bildung von der Kita bis zum Berufsleben aufzuzeigen und dabei Theorie und Praxis miteinander in Dialog zu bringen sowie Handlungsperspektiven zu eröffnen. Mit der Frage, ob durch die digitale Transformation der analoge Stecker gezogen werden kann, beschäftigen sich Autoren aus Wissenschaft und Praxis.

Schlüsselwörter: Digitalisierung, Bildung, Transformation der Bildung, Digitale Bildung in der Praxis, E-Learning

 

Florian Berding:
Rechnungswesenunterricht. Grundvorstellungen und ihre Diagnose

Schriften zur Berufs- und Wirtschaftspädagogik,
hrsg. von Karin Rebmann, Band 14,
Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 334 S.,
ISBN 978-3-95710-241-6 (print), € 32.80
ISBN 978-3-95710-341-3 (e-book pdf), € 29.99

Das betriebliche Rechnungswesen zählt zu den traditionellen Inhalten kaufmännischer Bildung und nimmt auch heute noch in den Curricula der 55 kaufmännischen Ausbildungsberufe eine zentrale Position ein. Trotz seiner herausragenden Bedeutung für das wirtschaftliche Verständnis unternehmerischer Prozesse berichten Studien immer wieder von Lernschwierigkeiten, einem hohen Abstraktionsgrad der Inhalte und fehlenden Bezügen zur Lebenswirklichkeit der Lernenden. Diese Faktoren erschweren es, die Handhabung des Werkzeuges „Rechnungswesen“ zu erlernen, um mit ihm komplexe wirtschaftliche Problemstellungen zu bewältigen.

Um hierzu einen Lösungsbeitrag zu erarbeiten, wird in der Habilitationsschrift ein Modell der Grundvorstellungen für den Rechnungswesenunterricht auf der Grundlage von Arbeiten zur Didaktik der Mathematik und der Naturwissenschaften entwickelt. Grundvorstellungen bilden ein Scharnier zwischen dem formalen System des Rechnungswesens einerseits und realen ökonomischen Phänomenen andererseits. Sie beschreiben das inhaltliche Verständnis von abstrakten Begriffen und versetzen Kaufleute in die Lage, reale Phänomene mit dem Rechnungswesen zu modellieren. Für Lehrkräfte bietet das Modell der Grundvorstellungen die Möglichkeit, den Unterricht auf die Vorstellungen der Lernenden abzustimmen und sie beim Erwerb tragfähiger Vorstellungen zu unterstützen. Konkret geht die Habilitationsschrift den folgenden Fragestellungen nach:

·       Welche Grundvorstellungen über zentrale Begriffe und Zusammenhänge des Rechnungswesens besitzen kaufmännische Lernende?

·       Welchen Einfluss haben diese Grundvorstellungen auf Lernprozesse und Lernerfolge?

·       Wie können Aufgaben gestaltet sein, damit sie potentiell zur Erfassung von Grundvorstellungen im Rechnungswesen dienen?

·       Welche Formen der Diagnoseaufgaben eignen sich zur Generierung von unterrichtsrelevanten Informationen?

Auf der Grundlage einer Stichprobe von 275 kaufmännischen Auszubildenden und Studierenden der Wirtschaftswissenschaften ermittelt die Studie insgesamt zehn Grundvorstellungen zum Begriff „Aufwand“ und acht Grundvorstellungen zum Begriff „Ertrag“. Die Studie zeigt, dass diese Vorstellungen mit den psychologischen Bedürfnissen und den selbstbestimmten Motivationsvarianten der Selbstbestimmungstheorie der Motivation zusammenhängen sowie die von Lernenden erzielten Noten wesentlich aufklären können. Darüber hinaus entwickelt die Studie zwei verschiedene Formate an Diagnoseaufgaben, die im Unterrichtsalltag eingesetzt werden können.

Schlüsselwörter: Rechnungswesenunterricht, Grundvorstellungen, Modellierung, Diagnoseaufgaben, Konzeptwechsel, Motivation, Lernstrategien, Lernerfolg, Noten

 

 

Arbeitsmarkt und Industrielle Beziehungen

 

Marcel Halgmann:
Der Einfluss der Betriebsräte auf Personalstrategien im Betrieb

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 284 S.,
ISBN 978-3-95710-242-3 (print), € 29.80
ISBN 978-3-95710-342-0 (e-book pdf), € 27.99

In Deutschland nehmen die Beschäftigten über Gewerkschaften, betriebliche Arbeitnehmervertretungen und die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat Einfluss auf Personalstrategien. Besonders in Zeiten der Entgrenzung, Digitalisierung und Flexibilisierung von Arbeit- und Arbeitsprozessen gestalten die Betriebsräte die Personalpolitik von heute und morgen mit. Dies gibt Anlass zur Forschung, inwieweit Betriebsräte Einfluss auf die Personalstrategie in Betrieben haben. Eine Analyse von Mittel- und Großbetrieben der deutschen Privatwirtschaft zeigt exemplarisch, wie Betriebsräte Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz durchsetzen und vor allem über Betriebsvereinbarungen moderne Personalstrategien mitgestalten.

Schlüsselwörter: Personalstrategie, Personalmanagement, Betriebsrat, Betriebsvereinbarung, Arbeitszeitpolitik

 

 

Methoden

 

 

Wirtschaftsethik

 

Manfred Becker:
Das digitale Narrativ. Wer schreibt es und was steht drin?

Rainer Hampp Verlag, Augsburg, München 2019, 151 S.,
ISBN 978-3-95710-234-8 (print), € 22.80
ISBN 978-3-95710-334-5 (e-book pdf), € 19.99

Dieses Buch gibt Antworten auf die Frage, wie sich die Digitalisierung auf den Einzelnen und das Zusammenleben der Menschen auswirkt. Der Zusammenhang von Digitalisierung, Demographie und Demokratie wird ebenso erörtert wie die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Bildung, Beschäftigung, Arbeitsinhalte, Arbeitsformen und Arbeitszeit.

Das Buch geht der Frage nach, wer am digitalen Narrativ mitschreiben sollte. Es sind die Wissenschaftler der Humanwissenschaften und der Sozialwissenschaften, die hinter die Kulissen der Digitalisierung schauen müssen, um Strukturen, Prozesse, Gefahren und Chancen der Digitalisierung für die Menschen auszuloten. Es sind die Informatiker und die Techniker, die Praktiker in den Unternehmen und die Entscheider in Wirtschaft und Verwaltung, die ihren Beitrag zum digitalen Narrativ leisten müssen.

Philosophen sind aufgefordert, die digitale Welt vom Menschen her zu denken und den Technikern damit Leitlinien für eine humane Gestaltung der digitalen Transformation an die Hand zu geben.

Wenn die digitale Transformation gelingen soll, dann muss die Frage beantwortet werden, was die Systeme mit den Menschen machen! Bleiben die Menschen „Herr im eigenen Hause“ oder werden sie zu Assistenten der digitalen Befehlsgeber degradiert? Dieser Frage geht das Buch nach.

Schlüsselwörter: Augmented Reality, Beschäftigung, Bildung, Datenschutz, Demographie, Demokratie, digitale Aufklärung, digitale Selbsthilfegruppen, Digitaleliten, digitales Lernen und Arbeiten, Digitalisierung als Daseinsvorsorge, Echtzeit-Philosophie, Entwertung von Vergangenheit und Zukunft, Philosophie und Technik, TechLabs, Transformationsstufen, Verantwortlichkeit